Ich habe dazu den Begriff Meldebestand (also Reorder-Point/Bestellpunkt) nochmal sauber nachgelesen – u. a. hier: https://www.munz-ldb.de/logistik-lexikon/meldebestand/
Was mir geholfen hat: Der Meldebestand ist für mich im Kern „Mindestbestand + (Tagesverbrauch × Lieferzeit)“, und damit habe ich endlich eine klare Auslöse-Regel statt Bauchgefühl.
Wenn die Nachfrage bei dir wirklich stabil ist, kannst du das ziemlich deterministisch halten und regelmäßig (z. B. wöchentlich) nachjustieren.
Wenn du aber – so wie ich – merkst, dass Verbrauch und Lieferzeit schwanken, würde ich zusätzlich einen Sicherheitsbestand einbauen, damit dich Ausreißer nicht sofort leer laufen lassen.
Und ganz pragmatisch: Ich würde den Wert nicht einmal festnageln, sondern als lebenden Richtwert behandeln, der sich mit echten Verbrauchsdaten und Lieferzeit-Erfahrungen mitentwickelt.